Ohne Steuer-Identifikationsnummer gibt es ab Januar 2016 kein Kindergeld mehr

Die Steuer-Identifikationsnummer (IdNr) wird zusätzliche Anspruchsvoraussetzung für das Kindergeld. Wer weiterhin Kindergeld erhalten möchte, muss seiner Familienkasse seine IdNr und die IdNr seines Kindes angeben. Benötigt wird die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes, für das Kindergeld beantragt wird und des Elternteils, der den Kindergeldantrag stellt oder bereits Kindergeld bezieht. Wird Kindergeld für mehrere Kinder bezogen ist der Familienkasse die IdNr für jedes Kind mitzuteilen. Die Steuer-Identifikationsnummer ist erforderlich, da Kindergeld für jedes Kind nur einmal ausgezahlt wird und durch die Angabe der IdNr sichergestellt wird, dass es nicht zu Doppelzahlungen kommt. Neuanträge müssen ab sofort die IdNr enthalten. Eltern, die bereits Kindergeld beziehen und die Steuer-Identifikationsnummer noch nicht angeben haben, können den Bezug von Kindergeld sicherstellen und Rückfragen vermeiden, indem Sie Ihrer Familienkasse IdNr mitteilen. Die Familienkassen werde es grundsätzlich nicht beanstanden, wenn die Angaben im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden. Wenn Sie ohnehin Belege oder Nachweise einreichen müssen oder aus anderen Gründen bereits in Kontakt mit Ihrer Familienkasse stehen, teilen Sie die ab 2016 erforderlichen Steuer-Identifikationsnummern bei dieser Gelegenheit am besten gleich mit. Die IdNr kann nicht telefonisch durchgegeben werden. Allein die schriftliche Übermittlung stellt sicher, dass bei Weitergabe der Steuer-Identifikationsnummer keine Übermittlungsfehler eintreten. Ohne Vorliegen der Steuer-Identifikationsnummern sind die gesetzlichen Voraussetzungen zum Kindergeldbezug jedoch nicht erfüllt. Erhält die Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummern nicht, ist sie gesetzlich verpflichtet, die Kindergeldzahlung zum 1. Januar 2016 aufzugeben und das seit Januar 2016 gezahlte Kindergeld zurückzufordern. Die Steuer-Identifikationsnummer muss auch für Kinder angeben werden, die vor dem 1. Januar 2016 geboren werden. Die Regelung gilt ab dem 1. Januar 2016 unabhängig von dem Geburtsdatum des Kindes. Ihre Steuer-Identifikationsnummer und die Ihrer Kinder finden Sie im jeweiligen Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts für Steuern. Ihre Nummer ist auch auf der elektrischen Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers oder in Ihrem Einkommensteuerbescheid verzeichnet. Wenn Sie Ihre Steuer-Identifikationsnummer nicht finden müssen Sie keine neue Steuer-Identifikationsnummer beantragen. Die Steuer-Identifikationsnummer bleibt ein Leben lang gültig. Sollten Sie Ihre Steuer-Identifikationsnummer in den genannten Unterlagen nicht finden, können Sie mit dem Eingabeformular im Internetportal des Bundeszentralamts für Steuern um eine erneute Zusendung bitten. Die Mitteilung der Steuer-Identifikationsnummer durch das Bundeszentralamt für Steuern erfolgt schriftlich. Aus datenschutztechnischen Gründen kann die Steuer-Identifikationsnummer weder telefonisch noch per E-Mail übermittelt werden. Für Neugeborene wird empfohlen, den Kindergeldantrag erst zu stellen, nachdem Ihnen vom Bundeszentralamt für Steuern die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes mitgeteilt wurde. Der Kindergeldantrag kann zwar ohne die Angabe der IdNr des Kindes gestellt werden. Er kann allerdings erst abschließend bearbeitet werden, wenn diese vorliegt. Im Kindergeldantrag sind bereits seit mehreren Jahren Felder für die Angabe der Steuer-Identifikationsnummer vorgesehen. Wenn Sie bereits in der Vergangenheit Ihrer Familienkasse alle IdNrn mitgeteilt haben müssten Sie nichts mehr tun, um weiterhin ab dem 1. Januar 2016 Kindergeld zu erhalten. Ein Anspruch auf Kindergeld besteht unter bestimmten Umständen auch für Kinder, die im EU-Ausland leben. Diese erhalten im Regelfall keine deutsche Steuer-Identifikationsnummer, da sie in Deutschland nicht steuerpflichtig sind. Deshalb ist Ihre Identität auf andere geeignete Weise mit Hilfe der in den jeweiligen Ländern gebräuchlichen Personenidentifikationsmerkmale und Dokumente nachzuweisen.

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