IBAN auch für Privatpersonen

Ab dem 1. Februar 2016 wird bei Überweisung innerhalb des SEPA-Raumes ausschließlich die IBAN auch für Privatpersonen relevant sein. Die IBAN besteht aus den alten Bankdaten, die jeweils um das Länderkennzeichen und die individuelle Prüfziffer ergänzt werden. Kontonummern, die keine zehn Stellen haben, werden am Anfang mit Nullen aufgefüllt. Die IBAN ist in Deutschland wie im nachfolgenden Beispiel aufgebaut: DE 98 9876 5432 0023 456789. Auch wenn die IBAN die Wahrscheinlichkeit einer unkorrekten Überweisung weiter reduziert, gilt weiterhin: Für Zahlendreher haftet der Kunde! Wird der Überweisungsbetrag einem falschen Konto gutgeschrieben, so kann er hierfür sein Institut nicht haftbar machen. Die Geldinstitute müssen seit Oktober 2009 nicht mehr prüfen, ob Name und Kontonummer des Empfängers in sich stimmig sind. Der Kunde muss sich das Geld selber vom Empfänger zurück holen. Er kann jedoch von seinem kontogeführten Institut verlangen, an seinem Versuch mitzuwirken. Eine Zahlungsgarantie ist damit aber nicht verbunden. Weigert sich der Empfänger, das Geld zu erstatten, dürfen die Geldinstitute seine Daten an den Zahler weitergeben, damit er notfalls gerichtliche Schritte einleiten kann. Eine Verletzung des Bankgeheimnisses ist damit nicht verbunden. Die Geldinstitute dürfen sich ihre Hilfe bezahlen lassen. Dies sehen die gesetzlichen Regelungen vor.

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